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„In der Tiefe jeder Nacht wenn die Finsternis schließlich zerbricht liegt der neue Anbeginn, der dich wachsen lässt hinführt zum Licht“

44 Jahre sind eine ziemlich lange Zeit.

Wenn etwas – in diesem Fall die Arbeit einer Musikgrup­pe – so lange Bestand hat und immer noch lebendig ist, stellt sich vielleicht die Frage nach dem Geheimnis, das dahintersteht.
Fancy Fair ist eine Gruppe von Menschen sehr unterschied­licher Natur wie auch sehr unterschiedlicher Altersstufen. Berufliche und familiäre Verpflichtungen und für manche Mitglieder weite Anfahrtswege machen es nicht immer leicht zu den wöchentlichen Proben zu kommen. Und doch will keiner fernbleiben.

Was also verbindet uns alle und ist wie es scheint vom Alter unabhängig?
Es ist sicher die Freude am gemeinsamen Singen und Mu­sizieren, vielleicht besonders deshalb, weil hier wenig re­produziert. sondern vieles selbst geschaffen wird: Texte, Melodien, Arrangements. Das lässt zu Wort kommen und mitwirken.
Es ist sicher auch der Gemeinschaftsgeist, der spürbar ist wenn es zum Beispiel gilt, ein Konzert wie dieses vorzu­bereiten und jeder in der Gruppe seinen besonderen Bei­trag dazu leistet.
Es ist wohl auch der gegenseitige Respekt, in dem miteinander umgegangen wird, und bestimmt trägt die Be­geisterung der „Jungen“ dazu bei, die „Alten“ weiterhin zu motivieren.

44 Jahre sind eine lange Zeit. Natürlich hat sich seit An­beginn manches verändert. Das muss wohl so sein, denn Veränderung bedeutet Leben, wie wir alle wissen.
Die Grundideen aber sind geblieben: Wir sehen uns als kritische Christen, wollen Gedankenanstöße geben und manches ins Licht rücken, das im Dunkeln liegt und zu wenig beachtet wird. Ebenso wollen wir aufmerksam ma­chen auf vieles, das Freude bereiten kann und daher für unser Leben sehr wertvoll ist. Und wir wollen es durch die Musik ausdrücken.

Himmel, 1976

“Glaubst du an einen Himmel, wie Jesus ihn verspricht, und an den Sieg der Liebe, hast du noch Zuversicht?”

Musik: Christa Dworak-Leitzmüller
Text: Gerda Kettinger

Nicht nur zur Weihnachtszeit, 1995

“Sie sind kein trautes heil’ges Paar, doch heute kauft er für sie ein. Dann sitzen sie vorm Christbaum – glücklich Eltern, Kinder und der Hund. Und morgen küsst er sie nicht einmal mehr auf den Mund”

Musik und Text: Christian Hübner

Klagemauer, 2002

“Jeder braucht eine Klagemauer wohin er seine Sorgen trägt, ohne Scheu alles auszubreiten was sein Herz bewegt. Um Ermunterung zu finden, im Verständnis, das er sucht und hier erlebt.”

Musik: Walter Chmela
Text: Gerda Kettinger

Dem Engel trauen, 2008

“Wenn wir meinen, das Leben fest im Griff zu haben, stolz verweisen nur auf unser eigenes Geschick, sind wir Narren zu glauben, all das wäre nur aus eigenen Kräften uns geglückt.”

Musik: Julia Kauper
Text: Gerda Kettinger

1972 - 1999

Entstanden aus einer Gruppe junger und engagierter Menschen rund um Christa Leitzmüller und Kurt Mocker gestaltete Fancy Fair in seiner Sturm und Drang Zeit rythmische Messen. Coverversionen von Beatles Hits bis zu Songs von John Denver sind noch heute fixe Bestandteile des Repertoires.

Musikalische Leitung: Christa Dworak-Leitzmüller

1999 - 2005

Mit Walter Chmela startete Fancy Fair in eine neue Ära, die besonders durch seine vielen Kompositionen und deren ausgefeilte Arrangements gekennzeichnet war. Wunderschöne Melodien, gefühlvolle Texte und großartige Konzerte bleiben bis heute unauslöschliche Erinnerungen an diese Zeit.

Musikalische Leitung: Walter Chemla

2005 - heute

Christian Hübner führte den Chor in seine bisher letzte Entwicklung. Neuarrangements von alten Fancy Fair Liedern und einfühlsame Kompositionen und Arrangements von Julia Kauper legen ein Fundament, aus dessen Kraft wir weiter kreativ schaffen.

Musikalische Leitung: Christian Hübner